Lied von Ansi und Burgl:

Über den Wolken

München, Erding 4. März
Beim Abflug trauernde Gestalten
vielen Leuten bricht das Herz,
doch wir können sie nicht halten
nach Brasilien geht der Flug,
neue Wege wirst Du gehen
Wien war Dir noch nicht genug,
vieles neues wirst Du sehen

Ref.:
Dir liebe Moni,
wünschen wir eine traumhafte Zeit,
ein Stück Heimat im fernen Land,
liebe Menschen mit helfender Hand
und bis wir uns wiedersehn
wird auch ein Jahr schnell vergehn

Liebe Moni, weißt Du was,
wir werden Dich sehr oft vermissen,
die gute Laune und der Spaß,
und Dein umfangreiches Wissen,
putzen muß ich nun allein,
einsam singen wir die Lieder,
doch wir wolln nicht traurig sein,
denn Du kommst ja bald mal wieder

Moni im Zeltlager 1990
gezeichnet von Gerhard Prantl
 


... aus der Sicht von Matze:

Sonntag, 4. März, 16.45 Uhr.
Moni wird von Ansi und Matthias bei einigen Plusgraden und strömenden Regen zum Münchner Flughafen gefahren. Terminal B ist schnell gefunden, Moni gibt ihr Fluggepäck, eine Tasche und ihren Rucksack, ab.
Es hat 2 kg Übergewicht, sie muss aber zum Glück nichts zuzahlen.

Beim Check-in bekommt sie leider keinen Fensterplatz mehr, aber Moni meint "wir fliegen eh nur über den Atlantik". Das Wichtigste wäre geschafft, jetzt müssen wir warten, denn es geht erst um 19.50 Uhr weiter. Die Zeit vertreiben wir uns in einem Selbstbedienungscafe mit Skip-Bo spielen. Moni gewinnt natürlich die ersten Spiele, und auch Ansi hat ein glückliches Händchen. Die ersten Tränen fliesen.

Moni verteilt noch ihr restliches deutsches Geld und den Fotoapparat, beides braucht sie nun nicht mehr. Dann ist es so weit, Moni muss durch den Zoll. Wir machen noch ein paar Fotos, umarmen uns, wieder fliesen Tränen. Moni stellt sich an, die Passkontrolle geht ganz rasch, schon trennen uns einige Meter und eine Glaswand.

Jetzt muss sie warten, da sich vor dem Sicherheitscheck eine Schlange bildet; sie grinst uns an und winkt, bis auch sie dran ist, und schließlich ganz aus unserem Blickfeld verschwindet. Ihr Flug soll um 20.30 starten.

Wir gehen zum Auto zurück und fahren schweigend zurück nach Penzberg. Es regnet immer noch.

Nach ihrer Ankunft in Brasilien (Montag, 5.März gegen 19.30 Uhr) ruft Moni kurz in Penzberg an... Flug war ok, in Brasilien hat´s 30° C, Sonnenschein (siehe nebenstehendes Bild, das unser Papa mit seiner Wettersatellitenempfangsanlage eingefangen hat - es zeigt Brasilien etwa zu der Zeit, als Moni mit ihm telefoniert hat).

Moni: wie du siehst, haben sie immer ein Auge auf Dich, wo immer du bist! *zwinker*